[...] Sehr spannende Kombination von Ausstellungen, machen Hoffnung, weil es Menschen gibt, die sich der Zerstörung und dem Vergessen entgegenstellen. [...]
Aus dem Gästebuch

Naherholung

Dass der Dornhalden­wald ein wichtiger Nah­erholungs­ort ist, wurde bereits 1956 erkannt, als die Bevölkerung gegen die angedachte Bebauung des Geländes durch die Bundeswehr Widerstand leistete. In dieser Zeit fand zwar noch Schieß­betrieb statt, die Gaststätte "Schießbahn" war aber ein beliebter Ausflugsort, wie ältere Anwohner aus Stuttgart-Süd erzählen, die dort als Kinder mit ihren Großeltern waren. Überhaupt war der Ort nie nur Militär­übungsplatz, sondern bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahr­hunderts Ziel von Spazier­gängen und Ausflügen. Postkarten aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zeigen, dass Bürger und Militär den Ort gleicher­maßen schätzten. Das zeigt auch die lückenlose Liste der Kantinen­pächter von 1893 bis 1962. (vgl. unter Gaststätte "Schießbahn")

 

Mit dem Verkauf des Geländes an die Stadt Stuttgart 1970 und der Einrichtung des Dornhalden­friedhofs 1974 hatten die Gebäude ihre Funktion verloren. Erst als die Stadt Stuttgart sie verkaufen wollte, besann man sich nicht nur im Gemeinderat, dass sich hier ein historisches „Kleinod“ (Bürger­meister Fuhrmann) befand, das es wert ist, erhalten zu werden.

Geschichte, Natur und Umwelt auf der Dornhalde

Auch die Region Stuttgart hat erkannt, dass dieser Ort gut in das Naherholungs­konzept „Landschaftspark Region Stuttgart“ passt. Sie fördert die Einrichtung eines Rundgangs "Geschichte, Natur und Umwelt auf der Dornhalde". Der Plan soll im Laufe des Jahres 2026 vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt umgesetzt werden.

Damit ist das Ziel des Vereins erreicht, die Verbindung zwischen Gebäuden, Garten, Landschaft und Geschichte für Besucher wieder sichtbar und erlebbar zu machen. Das Landschafts­schutzgebiet wird dadurch aufgewertet, Bewusstsein und Wert­schätzung für den Naturschutz werden gefördert. 

Der Dornhalden­friedhof mit seinen wenigen Gräbern ist inzwischen dabei, sich zu einem reizvollen, naturnahen Park zu entwickeln. Länger­fristig könnte man sich vorstellen, dass die klare Abgrenzung des Friedhofs zu den denkmal­geschützten Gebäuden mit der hohen Hecke aufgegeben wird. Dann wären die Sichtachsen zwischen Garnisons­schützen­haus und den auf dem Dornhalden­friedhof liegenden früheren Schieß­bahnen wieder­hergestellt.

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